Kann KI Architektur?
Über Künstliche Intelligenz im Planungsprozess
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Einführung

Dieses Kompendium dokumentiert drei Jahre praktische Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz in einem Architekturbüro. Es beginnt mit den ersten Recherchen zu generativer KI und endet im laufenden Jahr — in einem Zustand, den wir nicht als abgeschlossen, sondern als vorläufig belastbar beschreiben würden.

Unser Antrieb war nicht die Angst vor einer neuen Technologie, sondern der Anspruch, unsere Arbeit besser machen zu können. Die zentrale Erkenntnis nach drei Jahren: Die eigentliche Herausforderung beim Einsatz von KI ist keine technische. Sie ist eine organisatorische. Wer KI lernt, braucht dafür wenig Zeit. Ein Büro KI-bereit zu machen, ist eine andere Aufgabe.

Über dieses Kompendium

Der Text ist als Wiki angelegt, nicht als linearer Bericht. Jeder Abschnitt steht für sich. Die Querverweise zwischen den Themen sind bewusst gesetzt — wer einen Einstieg sucht, findet ihn an vielen Stellen.

Die Inhalte sind aus zwei Quellen zusammengeführt: dem KI-Kodex, einer beruflichen Selbstbefragung, und einem Praxisbericht aus den vergangenen Jahren. Wo sich Texte überschneiden, haben wir die präzisere Formulierung behalten. Wo sie sich ergänzen, stehen sie nebeneinander.

Die Abschnitte

Quellen und Arbeitsdokumente

Dank

Dieses Kompendium dokumentiert unsere Auseinandersetzung mit KI und neuen digitalen Planungswerkzeugen der vergangenen drei Jahre. Vieles entstand ad hoc – notiert und festgehalten im laufenden Betrieb. Welche Passagen wann und mit welchen Mitteln entstanden, ist jeweils am Ende der Abschnitte vermerkt. Für die Textherstellung und redaktionelle Bearbeitung wurden verschiedene Sprachmodelle eingesetzt. Ohne diese Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, das Buch neben dem Büroalltag fertigzustellen.

Besonderer Dank gilt Eric Sturm, mit dem Philipp Eichstädt seit 2024 zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „KI in Architektur und Planung" durchgeführt hat. Die Abschnitte B „Ein neuer Kontinent" und C „Neue Werkzeuge" gehen in wesentlichen Teilen auf die gemeinsamen Seminarinhalte zurück.

Dank gilt auch dem Team in Berlin und Sofia: Zofia Krol, Gergana Marks, Velin Daskalov und Manfred Wickert begleiten seit 2023 die Nebenaktivitäten der Büroinhaber – und lassen sich immer wieder für neue Versuche gewinnen.

Über die Autoren

Christina Gresser und Philipp Eichstädt führen seit 2010 gemeinsam se·g architekten – Studio Eichstädt Gresser – in Berlin. Das Büro ist auf große und komplexe Planungsprojekte spezialisiert und arbeitet für Bauherren im In- und Ausland.

Christina Gresser studierte Innenarchitektur an der Peter-Behrens-Schule in Düsseldorf und schloss 1997 einen Masterstudiengang an der Bartlett School of Architecture in London ab. Ihre berufliche Laufbahn begann bei Foster+Partners, wo sie 2003 zum Associate ernannt wurde. Anschließend arbeitete sie bei Kohn Pedersen Fox und als Partnerin bei Make Architects, bevor sie 2009 nach Deutschland zurückkehrte.

Philipp Eichstädt studierte von 1992 bis 1999 an der Hochschule der Künste in Berlin. Nach dem Diplom kehrte er zu Foster+Partners nach London zurück, wo er 2001 zum Associate, 2003 zum Associate Partner und 2007 zum Partner ernannt wurde. 2009 kehrte er nach Deutschland zurück.